Testamentsvollstreckung – BWLC Rechtsberatung

Testamentsvollstreckung – Streit ums Erbe?

Testamentsvollstrecker tragen bei Eintreten eines Erbfalles dafür Sorge, dass der Nachlass unter den Erben sach- und ordnungsgemäß aufgeteilt wird. Die durch den Erblasser gemachten Auflagen gegenüber den Erben kann er vor allen Dingen prüfen und deren Einhaltung bezeugen bzw. deren Durchsetzung anregen.

Der Testamentsvollstrecker

Ein Testament oder Erbvertrag soll eventuellen Streitigkeiten zwischen den Erben vorbeugen. Trotz der testamentarisch festgelegten Erbfolge können dennoch Differenzen zwischen den Erben entstehen.

Der Testamentsvollstrecker tritt als objektiver Mittler zwischen möglicherweise über den Erbfall in Streit geratenen Erben in Funktion. Loyal dem verstorbenen Erblasser gegenüber und als dessen Interessenvertreter kommt er dem letzten Willen nach, die Verteilung von Nachlass zu regeln.

Zu beachten ist eine grundsätzliche Unterscheidung zwischen einem Nachlassverwalter und dem Testamentsvollstrecker. Der Nachlassverwalter der zunächst angerufen wird, stellt die Erbmasse fest und wird gegebenenfalls offene Verbindlichkeiten mit Hilfe dieser auslösen. Der Testamentsvollstrecker wird beauftragt, die Durchführung der in einem Testament aufgesetzten Bestimmungen zu begleiten.

Hat der Erblasser kein Testament oder keinen Erbvertrag hinterlassen, in dem er die Verteilung seines Besitzes und Vermögens eindeutig festlegt, kann auch kein Testamentsvollstrecker eingesetzt werden.

Der Testamentsvollstrecker wird nicht durch das zuständige Nachlassgericht berufen, sondern vom Erblasser selbst im Rahmen seiner testamentarischen Bestimmungen benannt. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) bestimmt, dass der Erblasser hierbei eine oder auch mehrere Personen einsetzen kann, die sich im Erbfall mit der Testamentsvollstreckung und der Verwaltung vom Nachlass beschäftigen (§ 2197 Absatz 1 BGB).

Testamentsvollstreckung – unsere Leistungen

  • Ausführung des letzten Willens inklusive Aufteilung des Nachlasses nach Maßgabe der vom Erblasser getroffenen Entscheidungen
  • Auseinandersetzung der Erben
  • Nachlassverwaltung (inklusive möglicher Verbindlichkeitsaufnahme)
  • Durchführung von gerichtlichen Mahn- oder Klageverfahren (aktiv oder passiv), die sich auf den Nachlass beziehen
  • Prüfung von durch den Erblasser gemachten Auflagen und Bedingungen an Erben
  • Festlegung und Zusprache von Pflichtteilen an im Testament ausgeschlossenen, aber generell berechtigten Erben
  • zeitlich begrenzte Verwaltung des Nachlassanteils, stellvertretend für einen Erben (vor allem bei minderjährigen oder nicht geschäftsfähigen Erben)

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne:

Katharina Winand
Rechtsanwältin, zugleich Testamentsvollstreckerin (AGT)

Telefon: 02208 9464-0
eMail: k.winand@bwlc.de